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19.06.2018, 13:42 Uhr | Guido Schönberg
FFH-Gebiet 143 „Bachtäler im Kaufunger Wald“ als Landschaftsschutzgebiet erhalten
Die Landkreisverwaltung beabsichtigt, für das FFH-Gebiet „Bachtäler im Kaufunger Wald“ (Gesamtgröße ca. 1.287 ha) zwei unterschiedliche Schutzverordnungen zu erlassen. Der Bereich der Bachtäler und angrenzenden Grünlandflächen (ca. 332 ha) soll mit dem höchsten Schutzstatus, einem Naturschutzgebiet (NSG) versehen werden. Die angrenzenden Flächen, die überwiegend als Wald genutzt werden, sollen den Schutzstatus Landschaftsschutzgebiet (LSG) erhalten.
Göttingen - Bereits während der von der Kreisverwaltung durchgeführten Erläuterungsveranstaltung am 12.12.2017 in Uschlag war erkennbar, wie stark beide Verordnungen in die Eigentumsrechte eingreifen. Die Land- und Forstwirte müssen starke Einschränkungen bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen hinnehmen. Dieses zeigt sich auch in den vorgebrachten Anregungen und Bedenken, die in der Zeit vom 15.01. bis 15.03.2018 bei der Kreisverwaltung eingereicht wurden. Land- und Forstwirte, Flächeneigentümer, die Forstämter Reinhausen und Münden sowie die Gemeinde Staufenberg haben in ihren Stellungnahmen sehr kritische Anmerkungen vorgetragen. Nach Studium der umfangreichen Unterlagen (insgesamt über 420 Seiten) ist die CDU-Kreistagsfraktion zu der Überzeugung gekommen, dass für das gesamte Gebiet durchaus eine einheitliche LSG - Verordnung zielführend ist und alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden. „Dabei“, so Werner Wille, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, „haben wir auch die Stellung-nahmen der Naturschutzverbände einbezogen sowie die Bewertung der Kreisverwaltung zur Kenntnis genommen. Die Naturschutzverbände hätten am liebsten die gesamten 1.287 ha dem höchsten Schutz in Form eines NSG-Gebietes unterstellt.“ Eine völlig überzogene Forderung, die aus der Sicht von Wille weder notwendig ist noch gesetzlich gefordert wird. „Aber“, so Wille, „lässt sich natürlich leicht über fremdes Eigentum verfügen. Hier wird der Begriff der Sozialpflichtigkeit des Eigentums missbraucht.“ Die in diesem Gebiet vorhandene vielfältige Natur, die Pflanzen, Tiere und Lebensraumtypen sollen erhalten, gefördert und falls notwendig, geschützt werden. Nichts anderes praktizieren bereits seit Generationen die dort wirtschaftenden Land- und Forstwirte. Ohne jegliche Verordnung, aus Verantwortung gegenüber den Generationen und getreu dem Grundsatz der Nachhaltigkeit. Die CDU Kreistagsfraktion hat deshalb zur Sitzung des Umweltausschusses am 14.06.2018 einen Änderungsantrag eingebracht. Dieser Antrag enthält die Forderung, beide Gebiete zu einem Landschaftsschutzgebiet zu vereinigen sowie Flächen, die direkt an die Ortslagen von Nienhagen und Dalheim angrenzen, nicht mit dem Schutzstatus zu versehen. In den Fachausschüssen des Kreistages sollen eigentlich Meinungen und Argumente zwischen den Ausschussmitgliedern ausgetauscht werden. Während der Umweltausschusssitzung am 14.06.2018 waren leider nur wenige Fachbeiträge der Mehrheitsgruppe (SPD, Grüne u. Freie Wähler) zu hören. Man habe den CDU-Änderungsantrag zu spät erhalten und sei deshalb nicht in der Lage, ihn zu bewerten oder darüber abzustimmen. Dies ist schade, da die nächste Entscheidungsstufe für diese Angelegenheit der Kreisausschuss ist, der nicht öffentlich tagt. Vielleicht lässt sich ja bei der öffentlichen Kreistagssitzung am 20.06.2018 die Mehrheitsgruppe noch überzeugen, dass der CDU-Änderungsantrag alle Belange des FFH-Gebietes 143 bestens berücksichtigt. Gez. Werner Wille
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