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31.08.2018, 10:33 Uhr | Guido Schönberg
PM Kita - Kindertagespflege
Keine Entwarnung bei der Personalsituation in Kitas
Keine Entwarnung bei der Personalsituation in Kitas CDU sieht politischen Steuerungsbedarf in der frühkindlichen Bildung Beitragsfreiheit für über 3-jährige Kinder muss auch in der Tagespflege kommen
Göttingen - Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung weist auf eine insgesamt verbesserte Personalsituation in Niedersachsens Kitas und Krippen hin. So erreichte das Land im Bundesvergleich einen guten dritten Platz beim Betreuungsschlüssel, der bei Kita-Kindern bei 1:8,3 liegt. Diese Einschätzungen deckt sich jedoch nicht mit den Rückmeldungen aus der Praxis der Kinderbetreuung im Landkreis Göttingen. Der beitragsfreie Kindergarten in Niedersachsen ist höchst erfreulich und verbessert die Situation aller Eltern. „Eine substanzielle Verbesserung der frühkindlichen Bildung bedeutet das noch nicht“, stellt Sigrid Jacobi, CDU-Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses fest. „Rahmenbedingungen müssen bei den ständig wachsenden Aufgaben in den Kitas angepasst werden. Die vom Land ohne Richtlinie und Personalgestellung verfügte Verlagerung der Sprachförderung von Grundschulen in die Kitas stellt diese vor große Probleme.“ Die Verlagerung in die Kitas ist grundsätzlich sinnvoll und eine frühere Förderung begrüßenswert. Doch ist die Verlagerung ohne Übergangszeit verfügt und nicht vorbereitet. Diese Aufgabe erfüllten landesweit bislang rund 500 Grundschullehrkräfte, Fachkräfte im selben Umfang mit entsprechender Qualifikation gewinnen zu können erscheint angesichts des Fachkräftemangels nicht möglich zu sein. Sigrid Jacobi dazu: „Die CDU sieht eine adäquate Sprachförderung im nächsten Kindergartenjahr nicht ausreichend gewährleistet.“ Der Landkreis Göttingen ist als Träger allein verantwortlich für die Kinder-tagespflege, für Tagesmütter und /-väter. Die Tagespflege ist gesetzlich gleichgestellt mit Kitas. Zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz können Kinder bei fehlenden Kitaplätzen von Tagesmüttern- und -vätern betreut werden. Für die Allerkleinsten sind die Tagespflegestellen eine von Eltern sehr gewünschte Einrichtung, da der Familiencharakter besser gewahrt werden kann als in größeren Kita. Die höhere Flexibilität für Randzeitenbetreuung bei Tagespflegepersonen macht die Einrichtungen zusätzlich attraktiv und unentbehrlich zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Bedarf ist mit dem Angebot nicht deckungsgleich. „Es ist sehr erfreulich, dass durch die Erhöhung der Vergütungen durch den Landkreis die Tagespflege besser gestellt wurde. Der Landkreis ist mit Unterstützung aus der Politik auf einem guten Weg“, so Sigrid Jacobi. Zukünftig soll ein “runder Tisch“ allen Tagespflegepersonen ermöglichen, mit Verwaltung und politischen Vertretern ihre Situation zu reflektieren und Verbesserungen zu erläutern. Verbesserungen bei unzureichenden Vertretungsregelungen und die Berücksichtigung von Qualifizierungen sind zukünftigen Themenfelder für den “runden Tisch“. Eine Beitragsfreiheit für über 3-Jährige in der Kindertagespflege ist im Landkreis Göttingen bislang nicht vorgesehen, einige niedersächsische Landkreise und Städte wenden diese jedoch bereits an. Die CDU setzt sich für eine zeitnahe finanzielle Gleichbehandlung der Ü3-Kinder in der KTP mit denen im Kindergarten ein, aus Bundesmitteln stehen für die Absicherung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz durch die KTP weitere 20 Mio. € zur Verfügung. Frau Jacobi führt aus: „Die Beitragsfreiheit ist nicht die Lösung zur Verbesserung der Qualität in der frühkindlichen Bildung, wenn entsprechende Rahmenbedingungen fehlen.“ Man kann hoffen, dass die im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien verankerte Einführung einer dualen Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Abschaffung des Schulgelds den Fachkräftemangel mindert. Die CDU begrüßt es außerordentlich, wenn die duale Ausbildung zügig möglich wird. Gez. Sigrid Jacobi
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